Zum Thema: Dr. Jürgen Gneveckow
Es ist nicht so, dass die Nationalsozialisten nur in großen Städten zugange waren. Nein, sie waren mitten unter uns, haben in unserer Heimat ihr Unwesen getrieben. Deshalb ist es begrüßenswert, dass im Internet unter "Mahnung-gegen-Rechts.de", Gelegenheit gegeben ist, dies darzustellen und zu vermitteln.

Die Stadt Albstadt wurde 1975 im Rahmen der Gemeindereform aus den beiden Städten Ebingen und Tailfingen sowie aus den sieben Gemeinden Burgfelden, Laufen an der Eyach, Lautlingen, Margrethausen, Onstmetttingen, Pfeffingen und Truchtelfingen geschaffen. In den kleineren Orten hat sich der Nationalsozialismus eher leise und unauffällig etabliert, die wenigen, spektakulären Ereignisse haben sich in den beiden Städten abgespielt. Der Personenkreis, der unter den Nazis besonders zu leiden hatte – Juden und Zwangsarbeiter – befanden sich fast ausschließlich in Ebingen. Zwar waren Zwangsarbeiter auch in kleineren Gemeinden eingesetzt, aber doch stark in überwiegendem Umfang in Ebingen.

Seit 1945 sind wir vom Elend und Leid eines Krieges verschont geblieben, andere Völker dieser Erde nicht. Den Frieden zu gewinnen ist das Vermächtnis des deutschen Widerstandes. Das vornehmste Ziel der Frauen und Männer des 20. Juli 1944 war es, durch ihre Tat zu einem raschen Ende des mörderischen Krieges zu kommen und das sinnlose weitere Blutvergießen zu stoppen. Gemessen an den dabei beteiligten Menschen, besonders Claus Schenk Graf von Stauffenberg, und den von ihnen vertretenen Ideen gibt es kein anderes Ereignis, in dem alle Ströme unserer Geschichte münden. Heute ist das Stauffenberg-Schloss in Lautlingen ein Ort des Gedenkens und Auftrag zugleich: Freiheit und Demokratie als unser Lebenselement zu bewahren.

Dr. Jürgen Gneveckow
Oberbürgermeister
Albstadt-Ebingen



Albstadt - OB Bneveckow