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Licht auf dunkle Zeit
Stalingrad, Normandie, Berlin, Auschwitz, Warschauer Ghetto - die Haupt-Schauplätze der Diktatur des Dritten Reiches sind in jedem Geschichtsbuch nachzulesen. Wer sich jedoch über konkrete NS-Geschichte vor Ort informieren möchte, hat oftmals Schwierigkeiten.
Die lokalen Internetfenster der Initiative Mahnung gegen Rechts(extremismus) auf dem Portal mahnung-gegen-rechts.de geben hier den Blick frei auf ein Stück Geschichte, das in anderen Quellen so nur selten geschildert wird.
Dabei soll nicht die Geschichtsschreibung reformiert werden. Vielmehr will das zeitgeschichtliche Programm einem Dilemma entgegenwirken. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die i.d.R. selbst keine Geschichtswissenschaftler sind und denen die Möglichkeiten zur Erforschung geschichtlicher Tatsachen (Chronologie, Urkundenlehre, Quellenkritik, etc.) fehlen, können über den Wandel des Geschichtsbildes, den Streit über Auffassungen und geschichtsphilosophische Sinndeutung, das Geschehen selbst aus dem Blick verlieren.
Auch hier soll mahnung-gegen-rechts.de mit dem ihm eigenen Erzählmodus Abhilfe schaffen. Perspektiven- und Paradigmenwechsel sollen bewußt die Ereignisse und Abläufe der „großen" Geschichte mit dem Geschehen auf lokaler Ebene verknüpfen, Zusammenhänge darstellen, reflektieren und damit die Zeit des Dritten Reiches im Kontext verständlich und durchschaubar machen.
Die Autoren der Initiative Mahnung gegen Rechts sind Journalisten, die es im Alltag gewohnt sind, Fakten zu präsentieren. Sie leisten den Leserinnen und Lesern den Dienst historischer Hilfswissenschaft (i.e. zuverlässige Quellenprüfung sowie Einordnung der Dokumente) und überlassen ihnen selbst die Hegelsche „denkende Betrachtung".
Die Schilderungen von Augenzeugen, die Erinnerungen der Zeitzeugen und die Präsentation historischer Dokumente komplettiert dieses Geschichtsbild auf lokaler Ebene. Geschichte wird nicht nur als reine Vergangenheit gesehen, sondern kann so als lebendiges Geschehen vor Ort erlebt werden - ganz im Sinne von Mahnung gegen Rechts(extremismus).
Die Deutsche Geschichte ist durch die schreckliche Zeit des Dritten Reichs schwer belastet. Wie kaum eine andere Nation lernen die Deutschen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Diese Aufklärung führt bei einer überwiegenden Mehrheit zu der klaren Haltung: „Nie wieder".
Dennoch existiert eine lautstarke Minderheit, die nicht in der Lage zu sein scheint, aus der Geschichte zu lernen. Daher entstand das Internet-Projekt "Mahnung gegen Rechts(extremismus)". Mit den Mitteln der Dokumentation und Publikation bietet das Projekt allen Interessierten die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit.
Das Informationsangebot des Internet-Portals wird sukzessive ausgeweitet. Immer mehr Städte und Gemeinden öffnen uns ihre Archive und geben so Einblick in die individuelle Vergangenheit vor Ort. Jeder Interessierte soll sich so umfassend wie möglich informieren können. Ziel ist es, die Möglichkeiten des weltweiten Netzes voll auszuschöpfen.
Die Autoren-Teams habe bei ihrer seitherien Arbeit feststellen können, dass insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern ein großes Interesse an diesem Teil der deutschen Geschichte besteht. Leserinnen und Leser erklären immer wieder, dass sie sich auf Grund der früher starken politischen Prägung über tatsächliche Ereignisse und Zusammenhänge des Dritten Reiches unzureichend und falsch informiert fühlen. Endlich sei es möglich, sich ein umfassendes eigenes Bild der Zeit von 1933-1945 zu machen.
"Mahnung gegen Rechts" ist die heimatgeschichtliche Suche nach Geschichte und Gegenwart, nach Spuren auch vergessener Orte und Menschen von Zwangsarbeit, Verfolgung, Diktatur und Widerstand in der Zeit 1933 bis 1945.
Kritik, Vorschläge, Hinweise sowie persönliche Informationen und Anregungen zu diesem Thema sind vom Herausgeber und den Autoren ausdrücklich erwünscht.
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Cicero Werkstudio
Initiative Mahnung gegen Rechts(extremismus)
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